Der Heimatverein Eitorf hat gewählt – und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Ein neuer Vorstand, mehr Frauenpower und richtig Lust auf Zukunft.
Der Heimatverein Eitorf e.V. hat am Donnerstag, den 12. März im Schützenhof Alzenbach seine diesjährige Mitgliederversammlung abgehalten. Vorsitzender Alwin Müller begrüßte zahlreiche Mitglieder und Gäste und blickte auf ein aktives Vereinsjahr zurück. Er dankte den vielen Ehrenamtlichen, die sich das ganze Jahr über in die Vereinsarbeit einbringen: „Ohne diese Unterstützung wäre vieles nicht möglich.“
Ehrungen für langjährige Treue
Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Markus Moteka, Peter Dreger und Ralf Höffer ausgezeichnet.
Seit 40 Jahren gehören Elisabeth Kluss, Hans-Peter Schug, Anneliese Löbach und Josef Rösgen dem Verein an.
Die Ehrungen machten deutlich, wie stark der Verein in der Gemeinde verankert ist – und wie sehr er von langjähriger Verbundenheit lebt.
Vorstand entlastet – Kasse solide geführt
Nach dem Geschäftsbericht des Vorsitzenden stellte Schatzmeister Bernd Thiel den Kassenbericht vor. Die Kassenprüfer bescheinigten eine ordnungsgemäße Buchführung, sodass die Mitglieder den Vorstand einstimmig entlasteten.
Neuwahlen: Frauenpower und frischer Wind – aber der Nachwuchs fehlt
Turnusgemäß wurde der Vorstand für die kommenden drei Jahre neu gewählt. Der Wahlvorschlag wurde einstimmig angenommen.
Der neue Vorstand:
- Vorsitzender: Alwin Müller
- Vorsitzende: Anja Welteroth
- Schatzmeisterin: Andrea Decker-Oepen
- Schatzmeisterin: Silke Severin
- Schriftführer: Karl-Heinz Sterzenbach
- Schriftführer: Wolfgang Hildebrandt
Beisitzer/innen:
Elke Hildebrandt, Gernot Mittermeier, Mirja Renout, Dirk Hebborn, Tassilo Kötting
Mit mehreren neuen Mitgliedern und einem höheren Frauenanteil zeigt der Verein eine klare Bereitschaft zur Erneuerung. Der Vorstand dankte den ausgeschiedenen Mitgliedern Bernd Thiel und Sandra Schiefen für ihre langjährige Mitarbeit.
Demografische Herausforderung bleibt bestehen
Trotz der sichtbaren Verjüngung im Vorstand steht der Heimatverein vor einer zentralen Aufgabe: Der Nachwuchs fehlt.
Rund 80 Prozent der Mitglieder sind über 70 Jahre alt. Viele der traditionellen Aufgaben – Pflege von Denkmälern, Archivarbeit, Organisation von Veranstaltungen – sind zeitintensiv und langfristig angelegt.
Vorsitzender Müller betonte: „Wir brauchen dringend jüngere Menschen, die sich für unsere Heimat interessieren und bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.“
Direkter Appell an junge Menschen
Der Verein richtet sich ausdrücklich an die jüngere Generation in Eitorf und Umgebung:
- Wer sich für Geschichte, Kultur und Heimatpflege interessiert,
- wer Lust hat, Projekte mitzugestalten,
- wer sich ehrenamtlich engagieren möchte,
ist herzlich eingeladen, sich dem Heimatverein anzuschließen.
Der Vorstand macht deutlich: „Unsere Arbeit lebt davon, dass neue Ideen und neue Gesichter dazukommen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, einzusteigen.“
Ausblick
Zum Abschluss der Versammlung stellte der Vorstand die geplanten Aktivitäten für die kommenden Jahre vor.
Der Heimatverein geht gut aufgestellt in die Zukunft – doch seine langfristige Stärke hängt entscheidend davon ab, ob es gelingt, jüngere Menschen für die Vereinsarbeit zu gewinnen.
